Persönlichkeitsstörung

Unter Persönlichkeit wird ein Muster von Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen, die eine Person von einer anderen unterscheiden und die über Zeit und Situation fortdauern können, verstanden.

Persönlichkeitsstörungen sind tief verwurzelte und lang anhaltende Verhaltensmuster, die die Betroffenen in starren und unangepassten Reaktionen in verschiedenen persönlichen und sozialen Lebenssituationen zeigen. Eine besondere Herausforderung ist das Selbstverletzende Verhalten der Borderline Störung.

Ein Papierhaufen aus dem Hände gestreckt werden mit einem Schild Help

Betroffen sind ca. 1% der Bevölkerung, das Haupterkrankungsalter liegt zwischen Pubertät und 30. Lebensjahr. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen, jedoch erkranken Männer 5 Jahre früher als Frauen.

Allgemeine Kriterien für Persönlichkeitsstörungen:

  • Nicht direkt auf Hirnschädigungen oder eine andere psychiatrische Störung zurückzuführen,
  • deutliche Unausgeglichenheit in den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen (Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle, Wahrnehmen, Denken, Beziehungen zu anderen),
  • das abnorme Verhaltensmuster ist tief greifend und in vielen persönlichen und sozialen Situationen eindeutig unpassend,
  • das abnorme Verhaltensmuster ist andauernd und nicht auf Episoden psychischer Krankheiten begrenzt,
  • beginn in der Kindheit oder Jugend, Manifestation auf Dauer im Erwachsenenalter,
  • deutliches subjektives Leiden, manchmal erst im späteren Verlauf, mit deutlichen Einschränkungen in beruflichen und sozialen Leistungsfähigkeiten.