Validation nach Naomi Feil

Validation ist eine Methode, um mit desorientierten, sehr alten Menschen zu kommunizieren. Diese Technik hilft Stress abzubauen und ermöglicht diesem Personenkreis, Würde und Wohlbefinden wiederzuerlangen. Validation basiert auf einem empathischen Ansatz und einer ganzheitlichen Erfassung des Individuums.  Validation® in der Übersetzung heißt: „Etwas für gültig erklären!“ Jemanden zu validieren bedeutet, seine Gefühle ohne jegliche Wertung anzuerkennen, ihm zu vermitteln, dass seine Gefühle wahr sind.

Naomi Feil berichtet über Validation.

Die Validations-Theorie hilft uns zu verstehen, dass viele sehr alte, desorientierte Menschen mit der Diagnose Demenz sich im Endstadium ihres Lebens befinden und danach streben, unerledigte Aufgaben aufzuarbeiten, um in Frieden sterben zu können. Diese letzten Anstrengungen sind von wesentlicher Bedeutung. Mittels der Validations-Techniken bieten wir ihnen die Möglichkeit, sich verbal oder nonverbal auszudrücken. Validations-Anwender sind fürsorglich, sie urteilen nicht und stehen den geäußerten Gefühlen offen gegenüber. Wenn ältere, desorientierte Menschen Gefühle ausdrücken können, die sie oft jahrelang unterdrückt hatten, nimmt die Intensität dieser Gefühle ab, sie kommunizieren besser und werden weniger häufig in ein fortgeschrittenes Stadium der Desorientierung abgleiten.

Inhalte

  • Gründe der Desorientierung – wer sind die alten, desorientierten Menschen?
  • Validations® -Prinzipien und theoretischer Hintergrund
  • Empathie (Einfühlungsvermögen)
  • Die 4 Phasen der Desorientierung nach Validation® (Naomi Feil) erkennen
  • Validations®-Techniken zur jeweiligen Phase der Desorientierung auswählen und anwenden
  • Die Symbole (Fahrkarte in die Vergangenheit) und ihre Verwendung durch verwirrte alte Menschen verstehen
  • Die menschlichen Grundgefühle und Grundbedürfnisse, bei verwirrten alten Menschen verstehen
  • Ziele und Zielgruppe von Validation®